Alte Feuerwache, Köln

Die Alte Feuerwache in Köln ist seit ihren Ursprüngen als Kultur- und Kommunikationszentrum dem soziokulturellen Ansatz verpflichtet:

  • Die Aufhebung der Trennung zwischen Politik, Sozialem, Kultur, inhaltlich und methodisch

  • Alters- und kulturübergreifende Ansätze und Kommunikationsmethoden

  • Grundlage und Verteidigung der Menschenrechte

  • Unterstützung von Minderheiten; Kultur und Politik abseits des Mainstreams

  • Achtung der Menschen in ihren Stärken und in ihren Fähigkeiten; Unterstützung emanzipatorischer Entwicklungen

  • Bildung nachhaltig agierender Netzwerke

Während 40 Jahre Weltentwicklung haben sich die Themen und Projekte auch in der Soziokultur neu geformt: Migration, Internationalität,  Inter- und Transkulturalität, Cross Culture, Inklusion, Diversity, Gentrifizierung, Urbanität.

Erkämpft von Bewohner*innen aus dem Agnesviertel ist die Alte Feuerwache diesem Stadtteil besonders verpflichtet. Die Größe des Zentrums bedingt jedoch eine Ausrichtung der Arbeit und Angebote darüber hinaus auf den gesamten städtischen Raum. Das Profil ist in Köln einmalig, gleichzeitig ist sie ein Teil des kulturellen, gesellschaftlichen und politischen Gesamtbildes von Köln. Die Ausstrahlung und Wirkung der Alten Feuerwache ist international.

Ziele und Leitlinien

Die Alte Feuerwache stellt einen öffentlichen innerstädtischen Raum zur Begegnung, Kommunikation, kreativen und politischen Betätigung bereit, regt zu kritischer Auseinandersetzung und Initiative an und fördert damit soziales und demokratisches Verhalten. Handlungsgrundlage ist das Konzept der Diversität.

Die Alte Feuerwache ist zentraler Treffpunkt, Veranstaltungs- und Experimentierort für eine Vielzahl parteiunabhängiger politischer und kultureller Initiativen, Gruppen und Netzwerke, die hier Konzepte für Gesellschaft, Politik und Kultur erarbeiten und nach „draußen“ tragen, um damit Antwort auf die Frage zu geben versuchen, „wie wir leben wollen“.

Das Grundprinzip der Vernetzung aller Bereiche (Kunst und Kultur, Handwerk, Pädagogik und Politik) bestimmt zum einen die Qualität der Arbeit und ermöglicht zum anderen den Nutzer*innen,  Zugang zu finden zu politischen, gesellschaftlichen, kulturellen Themen und Aspekten unserer Gesellschaft, mit denen sie in ihrer jeweiligen Lebenswirklichkeit üblicherweise nicht konfrontiert werden.

Die Alte Feuerwache kooperiert nicht mit undemokratischen, rassistischen, sexistischen und ökologisch unverträglichen Organisationen und Firmen.

Dieses Leitbild wird umgesetzt in:

  • kulturpädagogischen und handwerklichen  Angeboten und Projekten für Kinder, Jugendliche und Erwachsene. Eine Besonderheit ist der „Mädchenbereich“ mit eigenen Räumen und eigenem Personal für Mädchen und junge Frauen.

  • politischen und kulturellen Veranstaltungen mit den Schwerpunkten Zeitgenössischer Tanz, Experimentelles Sprechtheater, Neue Musik.  Damit verknüpft sind Projekte der Kunstvermittlung und des künstlerischen Nachwuchses.

  • der Bereitstellung von Räumen und Infrastruktur zur selbstorganisierten Nutzung. Insbesondere politische Initiativen und Menschen unterschiedlicher Herkunft nutzen dieses Angebot.

Der große autofreie Innenhof inmitten der Innenstadt bietet als gestalteter öffentlicher Platz Möglichkeiten der generations- und kulturübergreifenden Zusammenkunft, des Spiels und des Aufenthalts. Er wird genutzt von Stadtteilbewohner*innen ebenso wie von Künstler*innen, Veranstaltungsbesucher*innen und Tagungsgästen.

So hat sich die Alte Feuerwache zu einem wichtigen Kulturort in Köln entwickelt mit einem qualitativ hochwertigen künstlerischen, kultur- und sozialpädagogischen Programm. Stichworte sind: Aktualität der verhandelten Themen, gesellschaftskritische Positionen, kulturübergreifende Ansätze, experimentelle und internationale künstlerische Projekte.

Mit ihrer Preisgestaltung und einem differenzierten Preissystem ermöglicht die Alte Feuerwache die Teilnahme aller Bevölkerungsgruppen an kulturellen Angeboten, Raumnutzungen und Flohmärkten. Damit setzt sie einen Kontrapunkt zu dem mittlerweile sehr begehrten und teuren Wohnumfeld und ermöglicht auch finanziell schwächeren Bewohner*innen eine kulturelle Teilhabe.

Die Betriebskosten werden zu ca. 45 % durch einen Zuschuss der Stadt gedeckt; um diesen Zuschuss müssen jedoch  Nutzer*innen, Unterstützer*innen, Mitarbeiter*innen und Vorstand nahezu jährlich kämpfen.

Bürgerzentrum Alte Feuerwache e.V.
Melchiorstraße 3
50670 Köln
www.altefeuerwachekoeln.de