Bahnhof Langendreer

Der Bahnhof Langendreer in Bochum verbindet als soziokulturelles Zentrum Kultur mit gesellschaftspolitischen Inhalten. Es befindet sich im Empfangsgebäude des ehemaligen Personenbahnhofs Bochum-Langendreer, der 1982 stillgelegt wurde. Der Abriss konnte durch eine Bürgerinitiative verhindert werden, nach umfangreichen Renovierungsarbeiten wurde 1986 das soziokulturelle Zentrum eröffnet.

Mit seinem vielfältigen und breiten Kulturprogramm ist der Bahnhof Langendreer auch ein überregional bekannter Ort: Live-Musik mit dem Schwerpunkt Global Sounds sowie Jazz, Blues, Singer/Songwriter, Indie, Elekto-Pop etc., politisches Kabarett, Lesungen und anspruchsvolle Comedy von bekannten Größen bis hin zu lokaler Kleinkunst. Die Bühnen werden zudem bespielt von lokalen bis internationalen Theatergruppen, internationale Autor*innen lesen regelmäßig und diskutieren mit dem Publikum. Im Bahnhof Langendreer haben politische Themen in verschiedenen Veranstaltungsformaten, Reihen und Projekten - schwerpunktmäßig auch mit internationalem Bezug - ihren festen Platz. Er ist zudem Treffpunkt und Veranstaltungsort vieler politischer, kultureller und sozialer  Initiativen. Der Bahnhof-Langendreer versteht sich damit als Partner für Initiativen, Institutionen, und Nutzer-Gruppen in Bochum. In diesem Kontext entstehen zahlreiche Kooperationsprojekte.  

Und getanzt wird natürlich auch! Freitags und samstags bei den regelmäßigen Parties: Hip Hop, Schwulenparty (BO-YS), FrauenLesbenparty (Lesgirl), World Club Culture (Globalibre), Oldies und mehr...

Von Anfang an dabei und seit 2012 ein eigenständiger Betrieb ist das endstation kino. Das Programmkino im Herzen des Bahnhofs bietet mehrere Vorstellungen pro Tag und ein ambitioniertes, vielfach prämiertes Programm: Dokumentarfilme, internationale Filme in Originalfassung, Raritäten, konzeptionelle Filmreihen, Filmfeste, KinderKino, Filmgespräche, Schulvorstellungen u.v.m. Neben Cafébetrieb und Kino-Kasse gibt's im Café auch regelmäßig Programm mit Veranstaltungen wie z.B. dem monatlichen „Vinylcafé".

Der Bahnhof Langendreer veranstaltet seit vielen Jahren Konzerte und Kabarett auch außerhalb des Bahnhofs im Schauspielhaus, im RuhrCongress, der Stadthalle und der Freilichtbühne Wattenscheid. Er ist zudem Mit-Veranstalter von Festivals wie der "Odyssee - Kulturen der Welt" und dem globalen Fest der Begegnung Ruhr International mit Musik, Theater, Kabarett, Kleinkunst, Literatur, Kinder- und Jugendprogramm, Diskussionen an der Jahrhunderthalle.

Der Bahnhof Langendreer trägt dazu bei, die freie Kulturszene Bochums zu vernetzen. Und schließlich mischt sich der Bahnhof Langendreer mit  seinen Bündnispartner*innen ins lokalpolitische Geschehen ein.

Der Bahnhof Langendreer war und ist ein selbst verwalteter Betrieb: Das heißt, es gibt formal keine Chefin und keinen Chef, sondern alle Hauptamtlichen entscheiden über wichtige Belange des gesamten Hauses gemeinsam. Ein gemeinnütziger Trägerverein bietet dafür die formale Struktur. Im Bahnhof Langendreer arbeiten 16 hauptberufliche und ca. 30 nebenberufliche Beschäftigte sowie 2 Auszubildende; er wird aus dem Haushalt der Stadt Bochum mit öffentlichen Mitteln gefördert, ca. 75 %der Einnahmen werden selbst erwirtschaftet.

Jährlich besuchen rund 130.000 Menschen die Veranstaltungen und Angebote im und des Bahnhof Langendreer.

Bahnhof Langendreer - Wallbaumweg 108 - 44894 Bochum - 0234-6871610  - www.bahnhof-langendreer.de